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Pastor Theodor Fliedner gründete 1836 in Kaiserswerth am Rhein das erste Diakonissen- Mutterhaus. Es versteht sich als ein Ort der Glaubens-, Lebens- und Dienstgemeinschaft, an dem – angeglichen an die damalige Familienstruktur – die Diakonissen Schutz, Zurüstung zum Dienst und Versorgung bis ans Lebensende finden, aber auch Aus- und Weiterbildung. Charakteristisch sind nach dem Kaiserswerther Vorbild vor allem
1. die Ehelosigkeit und die einheitliche Tracht (zur Zeit Fliedners die Tracht der verheirateten Bürgersfrau),
2. die Dienstbereitschaft nach erfolgter Sendung durch die Leitung des Hauses (zu den klassischen Diensten zählen die Gemeinde-, Kranken- und Kinderpflege),
3. die „gemeinsame Kasse“ (nur Empfang des Taschengeldes).
Dem Eintritt in ein Mutterhaus ist die Entscheidung vorausgegangen, Jesus Christus mit dem ganzen Leben dienen zu wollen. Neben den Diakonissen sind in den letzten Jahrzehnten die Diakonischen Gemeinschaften entstanden, deren Glieder – Frauen und Männer, unabhängig von den klassischen Charakteristika der Diakonissen – sich dem diakonischen Auftrag in besonderer Weise verpflichtet wissen.
Im Kaiserswerther Verband deutscher Diakonissen-Mutterhäuser sind über 70 Mutterhäuser zusammengeschlossen.
Nach der Satzung des Marienstiftes bilden Diakonissen, Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft und Mitarbeiter eine Dienstgemeinschaft auf der Grundlage des Evangeliums. Ausgangs- und Mittelpunkt der kirchlichen Einrichtung ist das Diakonissen- Mutterhaus mit seinen Gemeinschaften.