Designelement: Kopfgrafik Startseite

Chirurgische Klinik ist „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“

Die Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie hat sich u.a. auf die operative Behandlung von Bauchwandbrüchen (Hernien) spezialisiert. Nun wurde ihr zum 1. November 2016 das Zertifikat „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“ ohne Einschränkungen verliehen.

Bereits im September erfolgte durch Prof. Dr. med. Rainer Engemann im Auftrag der Servicegesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (SAVC) ein Audit. Im Rahmen der Prüfung der Behandlungsstandards sowie der Ergebnisse der operativen Therapie zeigte sich, dass im Krankenhaus Marienstift Chirurgie auf sehr hohem Niveau betrieben wird. Neben der klinischen Erfahrung bestimmen anerkannte wissenschaftliche Vorgaben die Therapieentscheidungen.

Aktuell werden in der Chirurgischen Klinik über 300 Eingeweidebrüche jährlich operativ versorgt. Wie das Audit zeigte, sind trotz häufig komplizierter und großer Brüche sehr gute Ergebnisse und niedrige Komplikationsraten zu verzeichnen.

In Vorbereitung auf die geplante Zertifizierung erhielt die Klinik bereits im Juni 2015 das Siegel der Deutsche Herniengesellschaft „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“. Voraussetzung war, dass unter Studienbedingungen die Behandlungsergebnisse erfasst werden und somit die fachliche Kompetenz überprüfbar dokumentieren wird.

Die Zertifizierung zum „Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie“ ist für das Krankenhaus Marienstift in Braunschweig ein Alleinstellungsmerkmal und somit ein großer Erfolg. Das Zertifikat ist für 3 Jahre gültig. Die zu erfüllenden Anforderungen werden im Rahmen eines Reaudits 2019 überprüft.

Was ist ein Kompetenzzentrum für Hernienchirurgie?

Die Zertifizierung, die durch die Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) und durch die Deutsche Herniengesellschaft (DHG) erfolgt, ist an Qualitätssicherungs-Maßnahmen gebunden. Bei der Erstzertifizierung müssen außerordentlich hohe Anforderungen erfüllt werden:

  • Durchführung von mindestens 200 Hernienoperationen und 30 Narbenhernien pro Jahr
  • Dokumentation dieser Operationen in der Qualitätssicherungsstudie Herniamed
  • Möglichkeit des ambulanten Operierens
  • Kompetenz der Ultraschalluntersuchung
  • Nachweis einer Ein-Jahres-Nachsorge
  • Teilnahme an internationalen Weiterbildungsveranstaltungen der verantwortlichen Operateure
  • Ausstattung des OP-Saals unter anderem mit einer HDTV-Laparoskopie-Anlage

Nach Antragstellung wird das Krankenhaus auditiert und die Behandlungsprozesse und -ergebnisse überprüft. Eine Zertifizierung ist nur möglich, wenn die Voraussetzungen auch im Verlauf erfüllt sind und valide Daten zur Prozess- bzw. Ergebnisqualität vorgelegt werden können.

V.l.: Chefarzt Dr. med. Ekkehard Möbius, Auditor Prof. Dr. med. Rainer Engemann, Oberarzt Markus Paul, Controllerin Marianne Streithoff, Oberarzt Dr. med. Thomas Wimmer, Geschäftsführer Reinhard Ebeling

» Zurück